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Re: [InetBib] Blog-Beitrag zweifelt Gutachten zu Stralsund an



Ist es nicht bemerkenswert, dass jetzt, nach der medialen Aufregung in Stralsund, bereits für das kommende Jahr rund 250.000 Euro zur Restaurierung bereitgestellt sind? ( www.ndr.de/regional/mecklenburg-vorpommern/stralsund279.html ) Auch die Tatsache dass die Restaurierung, die auf eine Million Euro geschätzt wird, durchgeführt werden soll, zeigt doch, dass man den Gesamtwert der Sammlung auf einen noch höheren Wert veranschlagt, und das bei einem Schatz, den man gar nicht versilbern darf. Hinzu kommen muss noch die klimatisch korrekte Unterbringung in den kommenden Jahren, und damit die Sanierung des Stadtarchivs bzw. Umbau eines Ersatzgebäudes. All das vor dem Hintergrund eines teuren Ozeaneums, der Werftinsolvenzen und bei 26 % Arbeitslosen.
Soll das heißen, dass jede verschuldete Stadt bzw. Kommune in Zukunft 
erst so ein Aufsehen erregen muss, damit das notwendige Geld in die 
Kultur fließt? Ich befürchte, da stecken noch ein paar Probleme, die 
nicht ausdiskutiert sind. Wenn ich es richtig verstanden habe, hat 
Stralsund Kulturgüter verscherbelt, weil sie pleite sind, und die Bücher 
darum verschimmelten. Nun verschulden sie sich noch weiter, weil alle 
mit dem Finger auf sie zeigen. Sollte man da nicht lieber mal versuchen 
eine wirkliche Bestandsaufnahme zu machen (was da noch alles 
verschimmelt und zerfällt), um dann eine gesamtdeutsche Lösung zu suchen 
- inklusive Erfassung, Dublettensuche, Digitalisierung und 
Restaurierung?
MfG

Walther Umstätter

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