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Re: [InetBib] Dauerhafte Verfuegbarkeit von URNs der DNB
Kay Heiligenhaus schrieb:
Lieber Herr Kämper,
Das Eingeständnis des Scheiterns ist ja auch schon mal ein Anfang.
Vielleicht auch für die DNB ... BC
Da sollte man doch m.E. die Kirche im Dorf lassen. Wenn ein - ohne Zweifel
zentraler - überregionaler Dienst der DNB an _zwei Tagen_ im Jahr nicht zur
Verfügung steht, dann kann man das sicherlich ärgerlich finden, muß aber
nicht gleich das eigene Scheitern öffentlich eingestehen und sich
anschließend geduldig am Scheiterhaufen anstellen. Soweit ich informiert bin,
arbeitet die DNB kontinuierlich an der Verbesserung des Resolving-Dienstes.
Das betrifft sowohl die Skalierbarkeit des Systems als auch dessen
Erreichbarkeit. Aber dazu sollten die Kolleginnen und Kollegen der DNB besser
etwas sagen.
Im August hat die DNB an dieser Stelle auch schon nichts dazu gesagt ...
"... arbeite(n) ... kontinuierlich an der Verbesserung des
Resolving-Dienstes"
Danke für dies Musterbeispiel an beschönigender Sprache aus dem
Baukasten des Beschwerdemanagements. Hilft aber alles nichts, manchmal
müssen 0/1 Entscheidungen her: betreibe ich einen zweiten Server oder nicht?
Oder wie es schon ladislaus treffend auf Archivalia kommentiert hat:
"Dass die URN nur über einen einzigen zentralen Server aufgelöst wird, ist
natürlich der EDV-Stand von 1980. Eine Bibliothek, die zwei
Pflichtexemplare
anfordert, sollte auch zwei Server betreiben können... "
Von den 6 Beispielen mit URN auf der Wikisource-Seite
http://de.wikisource.org/wiki/Wikisource:Verlinkungen
lassen sich übrigens 2 nicht via Google "auflösen", nämlich die aus
Wolfenbüttel und Düsseldorf, die vom MDZ führt auf verschiedene Seiten,
aus denen man sich den passenden Treffer heraussuchen muss, ULB
Darmstadt, DiLibri (Koblenz) und MIAMI (Münster) liefern eine direkte
Auflösung via Google.
Gruß, B.-C. Kämper
Ansonsten kann man sich hier und da - wie ich nun festgestellt habe - auch
Google als Resolving-Service zunutze machen. Hier ein paar Beispiele, die ich
beliebig aus mir bekannten Quellen zusammengestellt habe:
http://www.google.de/search?q=urn%3Anbn%3Ade%3Agbv%3A3%3A1-113476
http://www.google.de/search?q=urn%3Anbn%3Ade%3Ahbz%3A061%3A1-13632
http://www.google.de/search?q=urn%3Anbn%3Ade%3Ahbz%3A5%3A1-89
http://www.google.de/search?q=urn%3Anbn%3Ade%3A0128-1-2837
Es scheint also auch eine Aufgabe der Betreiber von Repositorien zu sein,
selbst für eine gewisse Redundanz bei der Auflösung von URNs zu sorgen, indem
man den Google-Bot entsprechend bedient. Keine echte Alternative zu einem
stabilen Resolving-Service, ganz klar, aber m.E. doch auch eine Überlegung
wert und durchaus weiterentwicklungsfähig.
Beste Grüße,
Kay Heiligenhaus
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